Fantasy-Reihe Dyluna, Band 3: Leseprobe

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Inzwischen hatten sie das Wirtshaus im Blick. Im Schein des Mondes war die dünne Rauchsäule zu erkennen, die aus dem Kamin des alten Gemäuers stieg. Zwischen dichtem Moos wucherten Grünpflanzen auf dem steilen Dach, die teilweise über die brüchigen Latten der Dachkante herunterhingen. Der flackernde Schein einer verrusten Gaslaterne lenkte den Blick auf das rostige Wirtshausschild in Form einer Eule. Durch die Ritzen der Fensterläden drang gedämpftes Licht von drinnen aus der Wirtsstube heraus. Daneben, vor dem windschiefen Stall, standen zwei Kutschen, die auf weitere Gäste hinwiesen, und zwischendurch tönte auch einmal Pferdewiehern von dort herüber. 

Lordan, Angelo und Marco wollten gerade aus der Deckung des Waldes heraustreten, als sich knarrend die schwere Holztür des Wirtshauses öffnete. Instinktiv duckten sich die drei hinter einen der Büsche hier. Bei Lordans ruckartigen Bewegung dabei hatte Corax kurzfristig mit dem Gleichgewicht zu kämpfen. Eine Äußerung darauf verkniff er sich. Aus dem Türspalt trat eine Gestalt in einem braunen Umhang mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze heraus. Der Fremde drehte den Kopf nach rechts und lies danach im Schein seiner Leuchtaugen den Blick langsam und lauernd reihum schweifen, als würde er sich vergewissern wollen, dass niemand in der Nähe wäre.