Fantasy-Reihe Dyluna, Band 2: Leseprobe

Diesen Feuertanz wiederholte sie noch zweimal, dann landete sie problemlos unweit des Scheiterhaufens und lehnte den Besen, so als sei nichts gewesen, wieder an den Baum zu dem anderen Besen. Pineta zeigte nicht das kleinste Anzeichen einer Regung, ihr Gang war federnd, ihre Körperhaltung aufrecht und stolz. Dyluna war so, als würde sie träumen. Sie fragte sich, warum Pineta eben nicht Feuer gefangen hatte, und wie sie es schaffte, ihren Besen so gekonnt zu fliegen! Sie musste eine sehr gewandte Besenfliegerin sein! Inzwischen stand Pineta regungslos ein Stück weit vor dem Opferaltar. Mit starrem Blick schaute sie in die rubinroten Augen des Schlangenkopfes. Sie schien abzuwarten. Und da war es, ein ohrenbetäubendes Tosen, das den ganzen Himmel zu erfüllen schien. Dyluna schaute wie benommen nach oben, wo sich, im Schein eines immer wieder aufblitzenden blaugrünen Lichtes und unter heftigen Windböen, riesige Wolken auftürmten. Als würde gleich ein furchtbares Gewitter losbrechen, brachten sich die dunklen Wolkenmassen drohend in Stellung.